Das Konzept »Nähen mit Beamer« ist aus Amerika zu uns herüber geschwappt und wird langsam auch hier zum echten Trend. Ich glaube, jemand hat das einfach mal ausprobiert, und es hat geklappt. Ich bin ja ein großer Fan von so pfiffigen Ideen.

Was es mit der Beamer-Sache und dem Nähen damit auf sich hat, erkläre ich euch in dem heutigen Beitrag. Ich bin gespannt, wie ihr die Idee findet.

Nähen mit dem Beamer – Warum?

Nähen mit Beamer

Stellt euch vor, ihr müsstet nie wieder ein Schnittmuster zusammenkleben. Oder ihr habt keinen Drucker. Eigentlich ist die Frage damit schon beantwortet …

Ich selbst finde das Drucken, Schneiden und Kleben ja tatsächlich ziemlich meditativ. Und noch habe ich selbst keinen Beamer zum Übertragen von Schnittteilen. Aber auch für mich macht die Zeiteinsparung einen gewissen Reiz aus – und das Einsparen von Papier und der frei werdende Platz bei der Aufbewahrung. Ein Beamer steht bei mir also ganz weit oben auf der Haben-wollen-Liste. Die gibt es übrigens auch gebraucht, so dass nicht zwingend ein neues Gerät produziert werden muss.

Aber wie soll das überhaupt gehen?

Eigentlich funktioniert es ganz einfach: Anders als beim Beamen von Präsentationen oder Filmen wird beim »Nähen mit Beamer« das PDF mit den Schnittteilen nicht an die Wand, sondern auf den Boden oder den Zuschneidetisch projiziert. Dazu wird der Beamer im Normalfall an die Decke montiert.

Nähen mit Beamer

Wenn alles richtig eingestellt ist, werden quasi die digitalen Schnittteile direkt auf deinem Stoff abgebildet. Statt der ausgeschnittenen Schnittteile liegt die Projektion auf dem Stoff vor dir und kannst je nach Vorliebe die Schnittlinie anzeichnen oder direkt ausschneiden.

Zugegeben, Änderungen am Schnitt lassen sich ohne weiteres Know-How so nicht durchführen. Aber auch beim »Nähen mit Beamer« gibt es natürlich die Möglichkeit, den Schnitt auf Schnittmusterpapier zu projizieren und die Änderungen ganz klassisch vorzunehmen.

Was muss der Beamer können?

Das Ganze funktioniert nicht unbedingt mit jedem Beamer. Er muss auf relativ kurze Distanzen projizieren können, damit am Ende der Abstand von Beamer zur Projektionsfläche die richtige Darstellungsgröße erzeugen kann. Viele wertvolle Infos und Tipps dazu bekommst du in der Facebook-Gruppe »Nähen mit Beamer – Hilfe und Austausch«.

Am Anfang muss der Beamer natürlich so kalibriert werden, dass er das Bild verzerrungsfrei und in Originalgröße erzeugt – sprich, dass das Kontrollquadrat oder -raster auch wirklich stimmt. Wenn man das Gerät und den eventuell vorhandenen Zuschneidetisch anschließend nicht mehr bewegt, kann man bei der nächsten Nutzung fast direkt mit dem Übertragen auf Stoff beginnen.

Geht das mit allen digitalen Schnittbögen?

Jein. Um Schnitte per Projektor auf den Stoff übertragen zu können, sollten sie mindestens beamerfreundlich sein. Meistens sind das Schnittbögen, die in DIN A0 angeboten werden, Ebenen enthalten und deren Linien man ausreichend erkennen kann. Alles andere erfordert zu viel Vorarbeit, um effektiv mit dem Beamer zu arbeiten.

Noch besser sind richtige Beamer-Dateien! So ist auf alle Fälle sicher gestellt, dass alles in der Projektion gut erkennbar ist und man den Stoff nicht unnötig hin und her drehen muss.

Was zeichnet die Beamer-Dateien von pedilu aus?

Meine Projektionsdateien entsprechen dem folgenden Standard:

  • Großformat mit ausreichend Verschiebe-Rand
  • Ebenen
  • extra-dicke, schwarze Linien mit unterschiedlicher Größen-Strichelung
  • XXL-Beschriftung
  • Fadenlauf immer in gleicher Richtung
  • gespiegelte, gegengleiche Schnittteile
  • aufgeklappte Bruch-Schnittteile
  • im normalen E-Book enthalten (falls ihr doch mal drucken müsst)

Gibt es alle E-Books von pedilu mit Projektionsdateien?

Nein, noch nicht. Aber die neuen Schnitte von mir werden direkt eine separate Beamer-Datei enthalten. Nach und nach werden die alten Schnitte aktualisiert. Wenn ihr sie vorher schon gekauft habt, ist das kein Problem, denn ihr könnt sie in meinen Partner-Shops jederzeit aktualisiert herunterladen.

Fast alle meine Schnitte enthalten aber schon von Anfang an A0-Dateien mit Ebenen. Sie sind also schon jetzt beamerfreundlich, falls du direkt losgehen möchtest.

Welche Schnitte gibt es bereits mit Beamer-Datei?

Die Liste wächst nach und nach. Ich aktualisiere hier immer alle E-Books, die eine Beamer-Datei enthalten:

Da es mit einem gewissen Zeitaufwand verbunden ist, die Dateien umzuarbeiten, gehen vor allem die Aktualisierungen nicht von jetzt auf gleich. Es lohnt sich also, immer wieder hier vorbei zu schauen. In meinem Shop könnt ihr euch auch alle Beamer-E-Books anzeigen lassen.

Gebt mir gerne Bescheid, welche Schnitte ihr am liebsten mit eurem Beamer nähen wollt! Dann wandern sie auf meiner To-Do-Liste vielleicht bald nach oben …

Gewinne 1 E-Book »LaBasic Leggings«!

LaBasic Leggings

In diesem Beitrag verlose ich 1 E-Book »LaBasic Leggings« – inklusive Beamer-Datei! Keine Sorge: Wenn du keinen Beamer hast, kannst du einfach die normale DIN-A4- oder DIN-A0-Version nutzen.

Kommentiere bis zum 12. Februar 2021 einfach folgende Frage:

Was findest du am Konzept »Nähen mit Beamer« am spannendsten?

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Credits: Photos by Alex Litvin und blocks auf Unsplash

15 Kommentare

  1. Ich habe seit Januar ein Beamer und ich bin durchweg begeistert und freue mich immer mehr, dass viele Designer umstellen. Spannend ist auch, wenn man die Dateien versucht beamertauglich zu machen und freut sich, wenn dies dann alles so klappt wie man sich dies vorstellt. In der heutigen Zeit, wird Umweltschutz groß geschrieben und damit leistet man auch einen schönen Beitrag und die Nähzimmer können wir leicht in Zukunft kleiner werden, weil man nur noch alles digital braucht.

  2. Hallo 🤗 ich wühle mich seit einigen Tagen durch alle erdenklichen Infos zum Thema Nähen mit Beamer. Seit ich nähe, dachte ich mir jedes Mal beim drucken, schneiden und kleben: da muss doch was besseres zu finden sein, und siehe da, schlaue Köpfe haben eine Lösung gefunden 😊😊 ideal ist es noch nicht, da man ja doch schon etliche Schnitte besitzt, die vielleicht nicht auf A0 angeboten sind aber da kann man sich ja helfen 😉 ich freue mich auf jeden Fall das Konzept irgendwann einmal auszuprobieren und solange teste ich dann doch noch weiter mit der Pattarina-App. Aber da fehlt leider auch die große Auswahl an Schnittmustern. Also muss doch schneeeeell ein Beamer her 😳🤷🏻‍♀️🥳

    • Hallo!
      Ja, die optimale Lösung für alle gibt es irgendwie noch nicht. Ich bin gespannt, was sich da noch entwickelt.
      Liebe Grüße! Petra

  3. Es geht schnell, spart Papier, macht Spaß ❤️.

    Bis ich ne Damen Leggings geklebt oder abgepaust hab 🙈🙈 Da werfe ich den Beamer an, Stoff ausrichten, schneiden, nähen, anziehen ❤️

    Ich bin dankbar für jeden Designer, der sich diese Extra-Arbeit macht ❤️❤️. Danke ❤️❤️

    • Ja, es ist tatsächlich Extra-Arbeit. Sogar für mich, die schon alles als A0 und mit Ebenen anbietet. Aber am Ende soll Nähen ja Spaß machen. Wenn ich dabei helfen kann, dann gerne :.)
      Liebe Grüße! Petra

  4. Katharina Schertler Antworten

    Ich bin auch nicht so der Fan vom Drucken und Kleben. Von daher finde ich das Konzept spannend! Ob es aber wirklich umweltfreundlicher ist, wenn man den Beamer wirklich nur zum Nähen braucht? Kommt wahrscheinlich auf die Anzahl der Schnitte. Ich bin eher die Wiederholungstäterin! So oder so, liebe Petra, vielen Dank für den interessanten Artikel!

    • Juhu! Du hast gewonnen! Ich schicke dir gleich eine E-Mail mit dem E-Book!
      Liebe Grüße! Petra

      ps. Als Wiederholungstäterin ist der Beamer sicher nur eine Zeitersparnis, aber nicht unbedingt umweltfreundlicher. Außer dein Drucker geht kaputt und du müsstest nur für’s Nähen einen neuen besorgen. Es gibt da viele Faktoren, die da hineinspielen. Ich sammle gerade alle Aspekte – vielleicht gibt’s ja auch dazu bald einen Beitrag :.)

  5. Liebe Petra
    Danke. Ich hab keinen Beamer, schneide auch nicht immer genau an derselben Stelle am Boden aus und weiss deshalb nicht, ob das denn so gut funktionieren würde. Die App Pattarina habe ich mir schon lange geladen – und immer noch nie probiert. Grundsätzlich fände ich es gut, da mich der grosse Materialverbrauch stört beim herkömmlichen Drucken, kleben, schneiden….
    Lieber Gruss Sabine

    • Liebe Sabine,
      ja der feste Platz ist auch etwas, was mich am Konzept Beamer stört. Aber solange das mit der Augmented Reality, also Patterina & Co., nicht in der Masse verfügbar ist, ist das Konzept eben auch nur suboptimal. Ich bin gespannt, wie wir in 10 Jahren zuschneiden werden ;.)
      Liebe Grüße! Petra

  6. Ich finde die Idee großartig, weil es eine Menge Papier erspart und ich nicht so viele Restpapiere sammeln müsste. Allerdings habe ich ein kleines Problem den unter die Decke zu hängen, müsste ich mal schauen und tüfteln, denn ich wohne unterm Dach und habe über meinem Esstisch/ Schneide- und Nähtisch *g* Nur Schrägen. Ich müsste also die Decke an einer Stelle abhängen um eine Gerade zu haben.

    • Dachschrägen sind wohl kein Problem. Du kannst den Beamer ja an der Decken-Halterung so ausrichten, wie du ihn brauchst. Schau mal in der Facebook-Beamer-Gruppe vorbei. Die Mädels haben eigentlich für jedes Problem eine Lösung parat.
      Liebe Grüße! Petra

  7. Für mich ist DAS Pro Argument für das zuschneiden mit Beamer die Zeitersparnis. Mit zwei kleinen Kindern hat man davon selten zu viel, umso schöner ist es dann die wenige Zeit effizient nutzen zu können. Mir gefällt aber auch, dass ich weniger Papier lagern muss. 🙂

    • Nicht zu vergessen, das zwei kleine Kinder auch ständig wachsen und neue Größen benötigt werden. Da näht man vielleicht häufiger den selben Schnitt, aber selten in der selben Größe. Ging mir damals jedenfalls so ;.)
      Liebe Grüße! Petra

  8. Weil es ein einfach superschnell geht ohne drucken und kleben. Bei mir gibt es nur noch Beamer Schnittmuster .Danke für die Gewinnchance würde mich riesig freuen.

    • Leider hat es diesmal nicht geklappt. Aber bei mir gibt es immer mal wieder etwas zu gewinnen :.)
      Die weiterhin viel Spaß beim Beamen und Nähen!
      Liebe Grüße! Petra

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